Optimierung von medizinisch beruflich orientierten Rehabilitations-Prozessen und Identifikation guter Praxis (OptiPro)

 

Projektnummer VFR13002
Projekttitel Optimierung von medizinisch beruflich orientierten Rehabilitations-Prozessen und Identifikation guter Praxis (OptiPro)
Projektleiter Dr. B. Leibbrand
Projektmitarbeiter P. Preßmann
Institution IfR Norderney, Abt. Bad Salzuflen
Projektbeginn 01.01.2014
Projektende 31.08.2016
Kontaktanschrift IfR Norderney, Abt. Bad Salzuflen Salzetalklinik
Kontakt E-Mail pressmann@ifr-norderney.de
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Kooperanden
Förderer VFR Norderney
Assoziierung NRW Forschunsgverbund
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Ziele
Zur Verbesserung von Qualität, Bedarfs- und Bedürfnisgerechtigkeit der rehabilitativen Versorgung führt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) für Menschen mit besonderen beruflichen Problemlagen (BBPL) medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) durch, deren Wirksamkeit und Nachhaltigkeit für die Zielgruppe in den vergangenen Jahren hinlänglich belegt werden konnte. Insbesondere bieten MBOR-Maßnahmen für die Betroffenen erheblich verbesserte Reintegrations- und Teilhabechancen. Es existieren zahlreiche gute Praxisbeispiele, die der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. In dem heterogenen Feld der Versorgung mit Rehabilitationsleistungen sind gut funktionierende Konzepte jedoch nicht problemlos zwischen den Einrichtungen übertragbar. Vor allem nicht vor dem Hintergrund der notwendigen allokativen Ressourcenentscheidungen für den MBOR-(Mehr-)Aufwand und den teils unterschiedlichen strukturellen Bedingungen. Die Rehabilitationseinrichtungen sind seitens der Träger jedoch dazu angehalten, MBOR-Konzepte vorzulegen und zu implementieren. Problematisch wird dieser Vorgang, wenn das Know-how für die Konzeption und Implementierung fehlt, um qualitativen Standards zu genügen und bedarfsadäquat zu behandeln.
An dieser Stelle setzt das PromeboR-Projekt an: Entwickelt werden soll ein klinikübergreifend-integriertes, orthopädisches MBOR-Konzept, bei welchem der Ablauf des MBOR-Behandlungsprozesses (Zugang, Diagnostik, Therapie, Übergang) über klinische Behandlungspfade gesteuert wird. Das am Ende der Studie auf Wirksamkeit überprüfte und manualisierte Konzept wird wichtige Hinweise zu Qualitäts- und Standardisierungsindikatoren liefern, die sich auch auf andere Rahmenbedingungen übertragen lassen. Dies geschieht mit Hilfe des Good Practice-Ansatzes, der ein pragmatisches, praxisnahes und flexibles Qualitätsindikatoren-System ermöglicht, welches sich neben den geläufigen Indikatoren – Struktur, Prozess und Ergebnis – vor allem mit dem Konzept und dem Implementierungsvorgang beschäftigt. Zielsetzung ist es, Handlungsempfehlungen und Implementierungshilfen zu generieren, die anschließend für andere Rehabilitationseinrichtungen nutzbar sind. Das PromeboR-Konzept leistet somit einen Beitrag zum flächendeckenden und bedarfsadäquaten Auf- und Ausbau von MBOR für Patienten mit BBPL sowie zur Weiterentwicklung von Prozess-Standardisierung und MBOR-Qualitätssicherung.
Die Studie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Mittels der formativen Evaluation (Teil A) wird das klinikübergreifend-integrierte PromeboR-Behandlungskonzept einschließlich der klinischen MBOR-Behandlungspfade entwickelt. Um die Wirksamkeit zu überprüfen, wird eine summative Evaluation (Teil B) durchgeführt. Zielgrößen sind die Funktionsfähigkeit im Beruf, der Gesundheitszustand, die körperliche Funktions- und Leistungsfähigkeit sowie der Reintegrationsstatus. Als Forschungsdesign wird ein sequenzielles Kontrollgruppendesign mit vier Messzeitpunkten (Prä, Post, Follow-up nach 3 und 6 Monaten) gewählt. Zunächst wird die Kontrollgruppe erhoben. Nach der Konzeptentwicklung und -implementierung wird die Interventionsgruppe befragt. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden.
Publikationen
Letzte Änderung 15.01.2019

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