Bedeutung und Einflussnahme des Lebensalters und der Lebensphase von Rehabilitanden/innen auf den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation aus der Perspektive von Rehabilitanden/innen und Akteuren des Übergangs (BELL)

 

Projektnummer VFR17004
Projekttitel Bedeutung und Einflussnahme des Lebensalters und der Lebensphase von Rehabilitanden/innen auf den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation aus der Perspektive von Rehabilitanden/innen und Akteuren des Übergangs (BELL)
Projektleiter Dr. B. Leibbrand
Projektmitarbeiter P. Preßmann
Institution IfR Norderney, Abt. Bad Salzuflen
Projektbeginn 01.03.2019
Projektende 31.08.2021
Kontaktanschrift IfR Norderney Abt. Bad Salzuflen Klinik Salzetal
Kontakt E-Mail pressmann@ifr-norderney.de
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Ziele
Der demografische Wandel verändert die Struktur der Gesellschaft und damit einhergehend die Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung. Ältere Arbeitnehmer/innen verbleiben länger im Erwerbsleben. Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt verstärkt diesen Effekt. Mit steigendem Lebensalter steigen jedoch auch die Erkrankungen, insbesondere chronisch-degenerative und multiple Erkrankungen sowie kognitiven Beeinträchtigungen. Zunehmende Teilhabestörungen bedingen einen erhöhten Rehabilitationsbedarf und erfordern eine Verbesserung der Integration älterer Menschen in der Arbeitswelt. Aus der Perspektive von Rehabilitanden/innen liegen bisher kaum Forschungsergebnisse zur beruflichen Wiedereingliederung vor, obwohl subjektive Einschätzungen und Erwartungen eine wichtige Rolle im Wiedereingliederungsprozess spielen.
Ziel des Forschungsprojektes sind Erkenntnisse über die Bedeutung und Einflussnahme von Alter und Lebensphase von Rehabilitanden/innen sowie der sie beeinflussenden Faktoren auf den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation aus der Perspektive von Rehabilitanden/innen und Akteuren des Überganges. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Empfehlungen zur Förderung der Teilhabe und Verbesserung der Reintegration in das Erwerbsleben von Rehabilitanden/innen insbesondere im höheren Lebensalter. Sie sollen für die Weiterentwicklung altersspezifischer und alterssensibler Rehabilitationsangebote und Interventionen nutzbar sein, die sowohl in Konzepten und Interventionen der medizinischen Rehabilitation Berücksichtigung finden, als auch für Akteure des Überganges nach medizinischer Rehabilitation, für das Case Management der Leistungsträger und die berufliche Rehabilitation einsetzbar sind.
Methodisch wird ein mehrgliederiges Vorgehen verfolgt: Um eine aktuelle Zusammenfassung der Literatur zur Bedeutung und Einflussnahme des Lebensalters und der Lebensphase von Rehabilitanden/innen auf den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation aus der Perspektive der Patienten sowie der Akteure des Überganges zu erhalten, wird ein systematisches Literaturreview durchgeführt. Zur maximalen Variation von Perspektiven und Aspekten werden vier Gruppendiskussionen (zwei Gruppen mit älteren und zwei mit jüngeren 3

Rehabilitanden/innen) geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Vorarbeiten münden in den Hauptstudienteil, der als qualitativ-explorative Längsschnitt-Untersuchung im Fallstudiendesign (integrierte Mehrfallstudie) angelegt ist. Im Kern werden Leitfaden-gestützte Interviews mit Rehabilitanden/innen zu verschiedenen Messzeitpunkten im Wiedereingliederungsprozess geführt. Weitere Daten werden mit der Durchführung von Interviews mit den an der beruflichen Wiedereingliederung beteiligten Akteuren sowie nahe stehenden Personen aus dem sozialen Umfeld der jeweiligen Rehabilitanden/innen, also immer fallbezogen, generiert. Durch das gleichzeitige, verzahnte Ablaufen von Datensammlung, Analyse, Kodierung, Kategorienbildung, Hypothesen- und Theorieentwicklung ist das methodisches Konzept der integrierten Mehrfallstudie die Grounded Theory.

Zur Beantwortung der Fragestellungen wird ein mehrgliederiges Vorgehen in zwei Studienteilen verfolgt. In Studienteil A werden theoretisch-konzeptionelle Überlegungen angestellt und vertieft. Sie dienen der Vorbereitung von Studienteil B, der eigentlichen Hauptuntersuchung.
Studienteil A
(1) Systematisches Literaturreview
(2) Gruppendiskussionen in den Studienkliniken
(3) Expertengremium / Beirat

Studienteil B
(4) Qualitativ-explorative Längsschnitt-Untersuchung im Fallstudiendesign (integrierte Mehrfallstudie)
Publikationen
Letzte Änderung 15.01.2019

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